Bildbearbeitung

Die Bildbearbeitung nun also. Ich habe diesen Beitrag eine Weile vor mir hergeschoben, weil auch dieses Thema so umfassend ist, dass ich eine eigene Website dafür einrichten müsste. Die Gelegenheit ist jedoch günstig, gerade jetzt mit dieser Säule der digitalen Fotografie zu beginnen, weil Adobe ein sehr günstiges Angebot für seine gesamte Creativ-Cloud macht. Der Sprung vom Fotoabo hin zur Gesamtcloud ist damit finanziell nicht mehr gar so schmerzhaft, unter der Voraussetzung selbstverständlich, dass man sich sowieso mit der Notwendigkeit arrangiert hat, etwas zu abonnieren.

Bildbearbeitungsprogramme gibt es eine Menge neben den Platzhirschen Photoshop und Lightroom. Auf meinem PC habe ich zum Beispiel noch Affinity Photo und OnOne Photo Raw 2017 (es gibt schon das Update 2018). Beide Anwendungen bieten alle Werkzeuge für den Hobbyfotografen wie auch den (Semi-)professionellen Anwender, und beide sind keine Mietprogramme. Leider ist OnOne nur auf englisch erhältlich, was im Detail doch umfassendere Sprachkenntnisse erfordert. Die Fülle der Einstellmöglichkeiten erfordert in allen genannten Anwendungen eine gründliche Auseinandersetzung und Einarbeitung, um auch nur die wichtigsten Funktionen zu beherrschen und auszuschöpfen. Mit dieser Auffassung trete ich allen Behauptungen entgegen, die angehenden Fotoamateuren weismachen möchten, dass mit „wenigen Mausklicks“ überragende und individuelle Fotoergebnisse erzielt werden können.

Diese Grundfunktionen sollte jeder kennen, der sich auf eine nachträgliche Bearbeitung seiner Fotos einlassen möchte (z.B. mit Photoshop):

  • Helligkeit und Kontrast korrigieren
  • Farbe korrigieren
  • Tonwerte korrigieren
  • Arbeiten mit Gradationskurven
  • Bildentwicklung mit Camera Raw
  • Kamerafehler korrigieren
  • Schärfen

Zu den fortgeschrittene Techniken gehören:

  • Ebenen
  • Maskierung
  • Auswahlen
  • Bildretusche
  • Filter

Beide Aufzählungen sind nicht vollständig. Zwei Standardwerke Photoshop und Lightroom von Sibylle Mühlke und István Velsz bieten jeweils auf etwa 1000 (!) Seiten umfassende Darstellungen der Möglichkeiten.

Die Programme von Adobe, aber auch von Affinity, bieten den Vorteil, dass auf iPad oder iPhone gleich mit der Bildkorrektur angefangen und diese dann auf dem Desktop mit den Standardapplikationen fortgesetzt und beendet werden kann. Die endgültige Archivierung findet entweder lokal oder innerhalb der Creativ Cloud (CC) statt. Oder in einem der gängigen anderen Cloud-Dienste. Innerhalb des Adobe-Abo erhält der User 100 GB Speicher, was bei Speicherung von Raw-Dateien unkomprimiert nicht unbedingt viel ist. Aber für ein paar Urlaubs-JPEGs reicht es höchstwahrscheinlich aus.

Für die Sortierung, Verschlagwortung und Katalogisierung bieten Programme wie Adobe Lightroom CC oder Classic die nötigen Werkzeuge. Wenn man – wie ich – mehrere zehntausend Fotos auf der Festplatte archiviert hat, kommt man um eine sinnvolle Sortierung und das Vergeben von Schlagworten (auch Stichworte genannt) nicht herum. Sonst sucht man lange und oft vergeblich, wenn nicht erinnert wird, wann genau dieses eine Gartentor in Meran – oder war es in Bozen? – im Urlaub 2014? 2015? abgelichtet worden ist. Ich denke, es wird schon klar, worauf ich hinaus will.

Wenn dann noch genauer gesucht werden soll nach verwendeten Kameras, Objektiven, Brennweiten, Dateiformaten, Tageszeiten usw., wird die Suche hoffnungslos. Für Lightroom gibt es inzwischen auch ein Zusatzmodul, genannt Excire Search, mit dessen Hilfe nach Bildinhalten gesucht werden kann.

Auf Einzelaspekte der Bildbearbeitung gehe ich in folgenden Beiträgen noch genauer ein.



Kategorien:Fotografie, Internetdienste, Produktivität

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