Notizen

Nach Wiki ist eine Notiz eine in schriftlicher Form festgehaltene Information. Sie dient als Gedächtnisstütze, fasst auch größere Textmengen kurz zusammen, erinnert an Termine und Aufgaben. Sie wird gelegentlich (immer häufiger) auch mündlich angelegt (als Sprachnotiz auf dem Handy beispielsweise).

Der digitale Senior, dessen Gedächtnis hier und da etwas weniger leistungsfähig wird, aber nicht nur er, greift selbstverständlich nicht mehr zu Zettel und Stift, sondern legt sich seine Notizen auf einer entsprechenden App an.

Von denen hunderte im App-Store erhältlich sind. Sie kosten entweder nichts, weil sie Bestandteil bekannter Office-Pakete (OneNote in MS Office) oder Betriebssysteme sind (Notizen im MacOS und iOS). Je nach Ausstattung bieten diese Apps unterschiedliche Möglichkeiten, Notizen zu sortieren und schnell wiederzufinden. Zum Beispiel lassen sich Datum und Uhrzeit festhalten, sogenannte Tags vergeben, Kategorien definieren, die Notizen können Aufgaben zugeordnet werden, diese wiederum Projekten. Alles kann selbstverständlich in einigen Apps auch mit Kalendereinträgen verbunden werden. Wobei wir wieder beim Thema Arbeitsstrukturierung und GTD angelangt sind.

Wenn die Möglichkeit besteht, die Notiz in unterschiedlicher Schriftform anzulegen, z.B. in Markdown, verwischen sich bald die Grenzen zu Schreibprogrammen, in denen Coding möglich ist und auch das Editieren von Webseiten.

Wer mehrere Geräte besitzt, freut sich über eine Synchronisationsmöglichkeit über Clouddienste, kann so seine auf dem Handy angelegte Notiz auf PC oder Mac oder iPad weiter verarbeiten.

Das ist zum Beispiel sehr hilfreich für Autoren, die kurze Texte als Ideensammlung anlegen, dieses kleine Archiv unterwegs erweitern und am Schreibtisch zuhause auf ihrem größeren Gerät mit ihrem Autorenprogramm darauf zugreifen.

Meine Erfahrung dabei ist, je mehr Features eine App bietet, desto komplizierter wird tendenziell auch ihre Handhabung und das Wiederfinden der Notiz. Die Spontaneität und Schnelligkeit, mit der eine Notiz angelegt werden kann, sinkt, wenn ich mich dafür durch eine Reihe von Menüpunkten hangeln muss. Dann steigt im selben Maße auch die Versuchung, doch wieder zu Zettel und Stift zu greifen, und die Notiz in irgendeinem Stapel in Schachtel oder Schublade oder an einer Pinnwand – auf der der Kork nicht mehr zu sehen ist – aufzubewahren.

Auf meinem iPad habe ich auch einige Apps, die mir tatsächlich erlauben, mit meinem Stift handschriftlich etwas zu notieren. Das klappt erstaunlich gut, findet seine Grenzen allerdings erstens an meiner Sauklaue, zweitens an der fehlenden Möglichkeit, das Geschriebene in Druckform an andere Apps weiterzugeben. Eine Ausnahme bildet allerdings „Nebo„, das Handgeschriebenes während des Schreibens in getippten Text transferiert.

Weitere Apps, die ich bisher auf meinem iPad ausprobiert habe (die Aufzählung ist nicht vollständig…):

GoodNotes, Notability, Penultimate, Snipnotes, Noteshelf2, Scrapnote, Agenda.

Umfänglicher sind Schreibprogramme wie Bear, Ulysses, Byword oder Editorial.

 

 

 



Kategorien:Produktivität, Schreiben, Software

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