Wenn alte Männer fliegen lernen wollen

Neulich sah ich im Fernsehen den Endzeitfilm „2012“ von Lothar Emmerich. Darin geht es um den Untergang der Erde, der von allen möglichen Esoterikern vor Jahrhunderten prophezeit wurde. Die Einzelheiten dieser Katastrophe sind nicht wichtig, aber eine Szene in der ersten halben Stunde des Films handelt davon, dass eine Familie in einem Sportflugzeug mit knapper Not dem Zusammenbrechen der Erdkruste in Kalifornien entkommt. Pilot ist ein Freund, der gerade ein paar Flugstunden als Schüler absolviert hatte. Unabhängig davon, ob es realistisch ist, dass ein absolut unerfahrener Flugschüler in einer Stresssituation unter schwierigsten Randbedingungen (hinter ihm zusammenbrechende Startbahn, Hitzeentwicklung durch Lavaausbrüche und anderes mehr) ein Flugzeug in die Luft bekommt und es dann auch noch im sicheren Gebiet wieder landen kann, hat mich der Film darin bestätigt, mich intensiv mit dem neuen Flugsimulator 2020 von Microsoft zu beschäftigen.

Das Programm ist Bestandteil eines X-Box-Abonnements, dessen anfängliche Kosten für die Betaversion 4,-€ pro Monat betragen. Ab November steigt der Preis dann allerdings auf rund 10 €. Dafür kann man ungefähr hundert Spiele nutzen, unter anderem eben auch den Flugsimulator in seiner Basisversion. Sinnvoll ist die ständig erforderliche Internetverbindung, damit – je nach Fluggebiet – ein Teil der geografischen Daten heruntergeladen werden kann. Ich vermute mal, dass kaum eine Privatperson über eine Speichermöglichkeit von 2000 Terabyte verfügt, um das gesamte Datenmaterial (auf ca. 1000 bis 2000 gängigen Festplatten) bei sich vorzuhalten.

Die Hardwareanforderungen und die Anbieterplattformen kann man hier nachlesen: https://www.gamestar.de/artikel/microsoft-flight-simulator-2020-release-download-hardware,3360234.html

So ein Simulator benötigt selbstverständlich auch eine angemessene Steuerungsmöglichkeit. In dieser Hinsicht war und ist in den Wochen nach dem Release sehr viel Geduld bei der Beschaffung nötig (gewesen). Ich hatte Glück, dass ich bei Amazon noch einen Flightstick von Logitech, den X52 Pro, ergattern konnte. Das Teil wurde innerhalb des kurzen Zeitraums von einer Woche geliefert.

Damit komme ich wieder an den Anfang meines Beitrags. Denn ein solches Steuergerät verfügt über diverse Knöpfe und Schalter, die innerhalb des Simulators konfiguriert werden müssen. Selbstverständlich sollte man auch soviel Basiswissen mitbringen, dass die grundlegenden Flugmanöver zugeordnet und ausgeführt werden können. Einen kleinen Vorteil habe ich in dieser Hinsicht, weil ich den vorigen Flugsimulator X auch schon genutzt habe. Allerdings nur gelegentlich, weil es mir zu mühsam erschien, mich mit den Details der Flugtechnik, Navigation und der Flugsicherung herumzuschlagen.

Aber jetzt als Rentner habe ich Zeit dafür. Und mein Hirn hat wieder was zu lernen… Wer weiß, vielleicht muss ich ja auch mal ganz schnell mit meinen Lieben eine Cessna 172 kapern und in Richtung Covid-freie Regionen flüchten.



Kategorien:Allgemein

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