Pausen

Manche Pausen sind nicht durch Pandemien oder Naturkatastrophen hervorgerufen. Sehr viel öfter entstehen sie durch persönliche Unlust oder Einfallslosigkeit. Gerade dann, wenn es eine Reihe von wichtigen Themen gäbe, taucht am Horizont das Schreckgespenst der Schreibblockade auf, manifestiert durch bekannte Handlungen der Prokrastination. Im Gegensatz zu den gängigen Schreibprogrammen scheint MarsEdit, was ich gerade benutze, diesen Begriff nicht zu kennen. Vielleicht liegt es daran, dass die Oberfläche sowieso in Englisch ist und nur der Rückgriff auf die Mac-eigene Korrektur erfolgt. Schreiben in MarsEdit ist recht komfortabel, aber eine Veröffentlichung direkt aus dem Programm heraus wurde jetzt gerade verweigert, weil ich angeblich nicht die Vollversion besitze. Oder die Vollversion nicht im App-Store gekauft hatte oder was weiß ich… deshalb musste ich den Umweg über Word gehen, also Text kopieren, einfügen usw.

Wie auch immer, mögliche Themen neben den oben genannten gibt es durchaus noch in der digitalen Welt. Obwohl die Berührungspunkte zwischen Pandemie und kreativem Leben zuweilen negative Einflussnahmen bedeuten. Ein Beispiel: weil ich mich seit dem letzten Frühjahr nicht mehr so gern in öffentlichen Verkehrsmitteln aufhalte und auch kein Auto habe, ist mein Bewegungsradius begrenzt. Was bedeutet, dass ich meine fotografischen Ambitionen eher in ländlicher Umgebung ausleben kann. Mittlerweile bin ich des Anblicks ewig grüner Weiden, mehr oder weniger grün oder braun belaubter Bäume und Sträucher und der mit hässlichen Schabracken behängten Pferde überdrüssig.

Ich sehne mich nach dem Hamburger Hafen, nach Architektur, nach den bunten Vierteln wie Altona und der Schanze in Hamburg. Und den Menschen dort, von denen ich mich in den nächsten Wochen und Monaten immer noch und immer mehr fernhalten muss. Die von einschlägigen Fotografie-Foren vorgeschlagenen (Home-)Projekte reizen mich nicht wirklich. Ich kann der Ablichtung meines Balkongeländers trotz der großartigen Lichtwirkung auf spiegelnden Glasscheiben, im Vordergrund ein Blumentopf mit netten Blüten, nicht wirklich etwas abgewinnen. Und die Makrofotografie? Vielleicht ein Schneebesen, so nahe fotografiert, dass die Drähte ein abstraktes Muster für weitere Bildbearbeitungen liefert? Nee, nee, nee!

So sieht das ungefähr aus …

So reduziert auf den Zeitvertreib zuhause, gelange ich dann doch wieder zu meinem seit Monaten vernachlässigten Blog, zu dem ich eine Umleitung von einer anderen Webadresse eingerichtet habe. Von „schoenfeld-hamburg.de“ gibt es jetzt einen direkten Sprung hierher. Das funktioniert ganz gut, ich weiß allerdings nicht so recht, wozu das gut sein soll, denn meine Maildomain bei GMX ließ sich nur als Grundlage für weitere hunderte Mailanschriften nutzen, die ich nicht brauche. Für den Aufbau einer „richtigen“ Website unter dieser Anschrift müsste ich ein weiteres kostenpflichtiges Paket dazu buchen, mit dem ich z.B. einen WordPress-Blog einrichten könnte. Dabei fällt es mir schon schwer, diesen hier zu pflegen, was unter anderem bedeutet, ihn mit regelmäßigen Beiträgen zu füttern.

Aber – versprochen – ich werde mich bessern und in der nächsten Zeit fleissiger sein.

Wie sagte Olaf Giermann von DOCMA gelegentlich am Ende seiner Blogbeiträge:

Munter bleiben!



Kategorien:Allgemein, Schreiben

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